Home
Forum
Gästebuch
Chat
Gallery
über Timo
Primera Divisiòn
Valencia Champions League
Valencia Timo in Valencia
Vereins Spiele
Presse – Berichte
  Nationalmannschaft
  Archiv-Stuttgart
  Archiv - Valencia
Werbe – Partner
Fanaktion
Fan – BoX
Fan - Shop
Downloads
 
 
Bundesliga 23.04.2007

TF.Home
Schlussmann Timo Hildebrand zeigt an, wohin die Reise des VfB Stuttgart geht: nach oben und nach vorne... "Habe schon einen kleinen Kloß im Hals"
Timo Hildebrand und seine Stuttgarter sorgen derzeit für eins: für absolut positive Nachrichten. Bei bundesliga.de spricht er über seine Ziele.

Es läuft derzeit rund für Timo Hildebrand und den VfB Stuttgart: Erst der Einzug ins DFB-Pokal-Finale nach Berlin gegen Nürnberg und dann der berauschende Auftritt am vergangenen Wochenende gegen Bayern München.

"Die Saison ist überragend. Wir hatten eine kurze Durststrecke, in der wir vier Spiele nicht gewonnen haben. Doch im Großen und Ganzen waren wir sehr konstant und haben nur wenige schlechte Spiele abgeliefert", sagt der VfB-Tormann.
bundesliga.de: Herr Hildebrand, herzlichen Glückwunsch zum Sieg gegen den FC Bayern. Das war ein ziemlich gutes Spiel Ihrer Mannschaft, oder?

Timo Hildebrand: Ja, wir haben heute super gearbeitet - nach vorne wie nach hinten. Die erste Halbzeit haben wir klar dominiert, in der zweiten Halbzeit hat der FC Bayern dann natürlich Druck gemacht. Aber wir haben das recht souverän zu Ende gespielt

bundesliga.de: Der VfB scheint gerade zum Saisonende hin wieder so richtig in Fahrt zu kommen…
Timo Hildebrand: Die Saison ist überragend. Wir hatten eine kurze Durststrecke, in der wir vier Spiele nicht gewonnen haben. Doch im Großen und Ganzen waren wir sehr konstant und haben nur wenige schlechte Spiele abgeliefert. Es zeichnet die Mannschaft aus, dass sie über so einen langen Zeitraum wirklich guten Fußball spielt.

bundesliga.de: Der VfB hat jetzt fünf Punkte Vorsprung auf Platz 4. Gilt es nun, Platz 3 zu verteidigen oder wird nach vorne geblickt?
Timo Hildebrand: Wir haben immer nach vorne geschaut und tun das auch weiterhin. Allerdings sind auch fünf Punkte in vier Spielen noch aufzuholen, gerade durch die Bayern. Doch natürlich können wir auf Grund der zuletzt gezeigten Leistungen optimistisch sein. Warum sollen wir nicht als Dritter oder noch besser abschneiden?

bundesliga.de: Besteht die Gefahr, dass einige Spieler nun beginnen nachzudenken und zu grübeln: 'Wir stehen komfortabel auf Platz 3. Was ist das denn bloß für eine tolle Saison? Kann das denn überhaupt wahr sein?' Ist man in der Mannschaft bemüht, es einfach so weiterlaufen zu lassen wie bisher, ohne groß nachzudenken?
Timo Hildebrand: Nur laufen lassen kann man das nicht. Man muss konzentriert sein. Jeden Tag, in jedem Training. Die Arbeit muss oben anstehen. Die gute Ausgangsposition, die wir uns geschaffen haben, die kam ja nicht von alleine. Und die werden wir auch nicht von alleine aufrechterhalten können.

bundesliga.de: Nach dem Erreichen des Pokalfinales fiel auf, wie gerade Sie ganz besonders und überschwänglich den Finaleinzug feierten. Wie groß ist Ihre Lust auf diesen Titelgewinn?
Timo Hildebrand: Riesengroß, das ist doch klar. Schließlich verlasse ich den Verein im Sommer und bin außerdem noch nie mit dem VfB in einem Finale gestanden. Jetzt ist alles so nah, und je realistischer die Chancen werden, desto größer ist die Freude.

bundesliga.de: Sie werden den VfB im Sommer verlassen. Kehrt bereits zum jetzigen Zeitpunkt manchmal ein bisschen Wehmut ein, oder ist die Konzentration derzeit so groß, dass auch das erst einmal völlig außen vor ist?
Timo Hildebrand: Das wird immer mehr. Manchmal habe ich schon einen kleinen Kloß im Hals, wenn ich daran denke. Die richtigen Emotionen werden aber wohl erst beim letzten Bundesliga-Spiel und natürlich beim Pokalfinale kommen.

bundesliga.de: Darf man Ihnen die Frage stellen, ob sie lieber Deutscher Meister oder lieber Pokalsieger werden wollen?
Timo Hildebrand: Das Pokalfinale ist nur ein Spiel, in der Bundesliga sind es noch vier. Wir stehen vier Punkte hinter Schalke. Es ist alles drin. Ich habe sicher nichts gegen die Deutsche Meisterschaft.

Quelle: bundeliga

zurück

"Wir sind bereit für den nächsten Sieg!" 20.04.2007
dpaSüdgipfel VfB - Bayern mit Endspielcharakter
Stuttgart (dpa) - Dieser Südgipfel zwischen dem VfB Stuttgart und dem FC Bayern München ist von ganz besonderer Brisanz. Im stets prestigeträchtigen Duell zwischen den Schwaben und dem deutschen Rekordmeister kann eine Vorentscheidung über die Champions-League-Teilnahme fallen.

Verlieren die Bayern, so droht ihnen erstmals nach zehn Jahren die Zuschauerrolle in Europas Fußball-Königsklasse. Stuttgart wäre im Fall eines Sieges nicht nur fast sicher für die Meisterliga qualifiziert, sondern dürfte auch weiter vom Double in Bundesliga und DFB-Pokal träumen. Bundestrainer Joachim Löw wagt indes keine Prognose über den Spielausgang: «Die Chancen stehen 50:50.

In ihrer typischen «Mir-san-mir»-Arroganz kündigen die im Titel- Endspurt mit dem Rücken zur Wand stehenden Münchner seit Tagen ihren nächsten Coup im Daimlerstadion an. «Wir gewinnen. An etwas anderes verschwende ich keinen Gedanken», tönte Trainer Ottmar Hitzfeld selbstbewusst. Die Bayern seien «durch viele Stahlbäder in der Vergangenheit gegangen. Das ist eine Stärke von uns, die wir hoffentlich auch diese Saison wieder ausspielen können.

Als sei es für den gegenüber dem VfB zwei Punkte zurückliegenden Tabellenvierten ein unproblematischer Selbstläufer, peilt Hitzfeld gleich den die direkte Champions-League-Qualifikation garantierenden zweiten Platz an. Mittelfeldlenker Mark van Bommel legte nach: «Es sind vielleicht mehr als drei Punkte zu holen. Man kann zu einem guten Schlag ausholen.» Hasan Salihamidzic prophezeite: «Am Samstag fällt die Entscheidung über die Champions-League-Qualifikation.

Der VfB reagierte auf diese Verbalattacken gelassen. «Die Bayern haben schon immer viel erzählt», konterte Coach Armin Veh kühl. Teammanager Horst Heldt versicherte: «Diese Sprüche lassen uns völlig kalt. Wir wissen um unsere Stärken und werden den Respekt vor dem FC Bayern nicht verlieren.» Schließlich spricht die Statistik gegen die Schwaben, die nur drei der letzten zwölf Heimspiele im seit Monaten ausverkauften Daimlerstadion gegen die «Bazis» gewinnen konnten.

Aber der Einzug ins DFB-Pokalfinale hat das ohnehin große Selbstbewusstsein der Stuttgarter weiter gestärkt. «Von der Psyche her wird es gegen die Bayern nun einfacher, als es in Wolfsburg war», urteilte Veh. Torhüter Timo Hildebrand erklärte: «Die Bayern können kommen. Wir sind bereit für den nächsten Sieg.» Der wegen eines Innenbandabrisses weiterhin schmerzlich vermisste Torjäger Mario Gomez machte seinen Mannschaftskollegen Mut: «Dass wir gegen jeden bestehen können, haben wir ja schon bewiesen. Wir dürfen uns nicht in die Hosen machen.» Angesichts der gegnerischen Auswärtsschwäche besteht dazu auch kein Grund: Mit nur 19 Punkten weisen die Münchner die schwächste Bilanz der vier Top-Teams auf fremdem Platz auf.
Für Löw gibt es keinen Favoriten: «Beide Mannschaften spielen im Moment auf ähnlichem Niveau. Ich sehe qualitativ kaum Unterschiede.» Der Bundestrainer wird den Süd-Schlager vor Ort verfolgen und rechnet mit einem «interessanten Spiel», das für beide Clubs große Bedeutung habe.
Da schmerzt es die Münchner besonders, dass Techniker Bastian Schweinsteiger gegen die spiel- und systemstarken Schwaben fehlt. Dass der robuste Martin Demichelis wieder fit ist, ist angesichts dieses schwerwiegenden Ausfalls ein schwacher Trost. Veh bangt noch um den Einsatz von Nationalspieler Thomas Hitzlsperger, der sich längst als feste Größe im linken Mittelfeld etabliert hat.

Quelle: weltexpress.info

zurück
Stuttgarter Ersatzkeeper fällt aus
TF-HomeBeim Training mit dem VfB II, für den er am kommenden Sonntag im Regionalligaderby gegen den VfR Aalen eigentlich hätte spielen sollen, verletzte sich Michael Langer am gestrigen Nachmittag.

Eine Untersuchung ergab eine Kapsel- und Sehnenverletzung im linken Ellenbogen, die den österreichischen U21-Nationalkeeper zu einer Pause zwingen wird. Somit muss auch Cheftrainer Armin Veh morgen beim Bundesliga-Heimspiel gegen Hannover 96 auf Langer verzichten.

Die Rolle des Ersatzmannes hinter Stammtorhüter Timo Hildebrand wird deshalb morgen voraussichtlich Timo Hammel vom VfB II einnehmen.

Quelle: VfB Stuttgart Gute Besserung Michael ...
Über 80 % fordern Enke als Nummer 2 - 13:00

dpaHildebrand oder Enke die Nr.2?

Robert Enke steht auch in der Gunst der torwart.de-User. Über 80 Prozent der User entschieden sich für Robert Enke als zukünftige Nummer 2 hinter Jens Lehmann. Nur knapp zehn Prozent sahen Timo Hildebrand vorn.

Einige gehen noch weiter. So fordert der User Meister: "Für mich ist das schon gar keine Frage mehr. Schon eher frage ich mich, wann die Diskussion beginnt wer die Nr.1 sein soll (Enke oder Lehmann)? Wenn Enke weiter so seine Leistung bringt ist es nur noch eine Frage der Zeit.". Auch der User kezmann fordert einen offenen Zweikampf um das Tor der Nationalelf: "Für mich sollte Lehmann nicht unantastbar sein, denn vor der WM stand Kahn trotz guter Leistungen in der Nationalmannschaft zur Disposition." Nur noch nummer drei in den Augen der User: Timo Hildebrand

Quelle: www.torwart.de

zurück
Enke sagt Hildebrand den Kampf an
dpa
Timo Hildebrand ist nicht mehr sicher. Robert Enke hat gegen Dänemark seinen Anspruch auf den Torhüterposten hinter Jens Lehmann geltend gemacht, behauptet Dorothea Jantschke.

«Rooooobert Enke», schallte es durch die Duisburger MSV-Arena als der Torwart von Hannover 96 mal wieder einen Schuss pariert hatte. Enke war im Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Dänemark der einzige Spieler, der bei seinem Debüt ehrlichen Applaus bekam. «Ich bin froh, endlich das erste Länderspiel auf dem Buckel zu haben», sagte der 29-Jährige später. Nachdem Enke bereits drei Mal zur Nationalmannschaft eingeladen gewesen war, durfte er am Mittwoch gegen Dänemark endlich auch spielen. Schade nur, dass er einmal hinter sich greifen musste.

«Wenigstens ein Punkt»

«Wenigstens ein Punkt, das hätte mich für die junge Mannschaft gefreut», sagte Enke, den am Kontertor von Nicklas Bendtner (81.) keine Schuld traf. Bis dahin hatte er vorbildlich gehalten. Bereits nach 66 Sekunden reagierte Enke blitzschnell und faustete einen Schuss von Daniel Agger zur Seite. Gut eine Viertelstunde später startete der Däne Dennis Rommedahl Richtung deutsches Tor um einen Pass aufzunehmen. Aber auch Enke sprintete los und drosch den Ball vor Rommedahl aus der Gefahrenzone. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte verkürzte Enke den Winkel gegen Thomas Kahlenberg so geschickt, dass der nicht einschießen konnte.

Allein diese drei Szenen zeigen die Fähigkeiten des Thüringers. Auf der Torlinie reaktionsschnell, technisch gut ausgebildet und sicher im eigenen Strafraum. «Er hat mit viel Ausstrahlung gespielt», lobte Joachim Löw. Viel mehr ließ der Bundestrainer sich nicht entlocken, denn er hat keine Lust auf eine neue Torwart-Diskussion. Nachdem die Presse vor der WM 2006 monatelang die Leistungen von Oliver Kahn und Jens Lehmann gegeneinander aufgerechnet hatte, ist nun sogar der zweite Torwartposten lukrativ genug, um ihn ständig zum Thema zu machen. «Wir haben noch mehr als ein Jahr Zeit bis zur EM», gab Löw zu bedenken. «Jens Lehmann ist unsere Nummer eins, Timo Hildebrand hat unser Vertrauen», sagte der Coach und betonte, wie stabil Hildebrand bislang in der Bundesliga beim VfB Stuttgart hält. «Die Entscheidung ist noch nicht gefallen.»

Schicksalsschlag im Sommer

Auch Enke hat in der laufenden Bundesliga-Saison bei Hannover 96 noch kein Spiel verpasst. Nicht einmal als seine kleine Tochter Lara im vergangenen Sommer nach einer Operation starb, setzte Enke aus. Nicht weil er ein kaltherziger Typ ist, sondern weil er sich seinen Schmerz auf diese Weise ein wenig von der Seele spielen konnte. Wie Enke mit der Situation umgegangen ist, hat den Menschen imponiert. «Heute sind wir alle Enke», titelte die «Bild»-Zeitung in Hannover am Tag des Dänemark-Spiels, um dem Keeper Mut zu machen.

Von seiner Tochter Lara habe er das Kämpfen gelernt, hat Enke einmal erzählt. Bis zu ihrem Tod im Alter von zwei Jahren hatte das Mädchen bereits mehrere Herzoperationen hinter sich und starb letztlich bei einem routinemäßigen Eingriff am Gehör. Enke bleibt zurückhaltend, was die Europameisterschaft 2008 betrifft. Er hat nicht vor, über die Öffentlichkeit seinen Einsatz einzufordern. WM-Teilnehmer Hildebrand sei außerdem viel länger dabei, weiß Enke und verweist darauf, dass die Entscheidung über den zweiten Torwart einzig der Bundestrainer trifft. Eines lässt Enke sich aber doch nicht nehmen. «Ich werde um meinen Platz kämpfen», sagt er.

Quelle: www.netzeitung.de

zurück

Welt online.de 26.03.2007 M

TF-HomeDeutschland sucht die Nummer zwei


Im Länderspiel gegen Dänemark am Mittwoch feiert Hannovers Keeper Robert Enke sein Debüt im Tor der Nationalelf - und bringt sich damit in Stellung für den Kampf um die Nachfolge Jens Lehmanns im Sommer 2008. Torwarttrainer Andreas Köpke betont zwar: "Das ist keine Degradierung von Timo Hildebrand". Doch auf keiner Position ist die Auswahl so groß.

Das Training von Hannover 96 hat in der Regel einen überschaubaren Unterhaltungswert. Meistens treffen sich am Spielfeldrand nur ein paar ältere Herrschaften mit viel Freizeit. Bei schlechtem Wetter kann es auch schon mal passieren, dass die Mannschaft völlig unbeobachtet bleibt. Für Robert Enke dürfte deshalb die Einheit gestern etwas Besonderes gewesen sein.

32.000 Zuschauer kamen in die Duisburger MSV-Arena zum Training der Fußball-Nationalmannschaft. Es war eine gute Gelegenheit für Enke, sich schon mal mit dem örtlichen Strafraum vertraut zu machen. Wenn morgen das Team von Bundestrainer Joachim Löw zum Test gegen Dänemark antritt (20 Uhr, ZDF live), wird Enke zwischen den Pfosten stehen. Er darf er den Platz einnehmen, der sonst für den bereits nach London zurückgekehrten Jens Lehmann reserviert ist.
In einer abendlichen Gesprächsrunde im Düsseldorfer Teamquartier hatte sich der Trainerstab darauf verständigt, „wobei das keine Degradierung von Timo Hildebrand bedeutet“, sagt Andreas Köpke. Der verbale Reflex des Torwarttrainers zeigt die Sensibilität der Personalie. Diskussionen über Torhüter haben seit den Zeiten des ehemaligen Bundestrainers Jürgen Klinsmann und der Degradierung von Oliver Kahn zur Nummer 1b einen besonderen Stellenwert. Löw hat zwar wieder die mathematisch korrekte Zählweise eingeführt, nach der Lehmann allein erste Wahl ist. Allerdings weiß im Moment niemand so genau, wer denn die Nummer zwei ist.
Die Antwort auf diese Frage ist deshalb so interessant, weil sich Lehmann zwar noch bester Gesundheit erfreut, aber mit 37 Jahren in einem Alter ist, in den andere Fußballprofis längst als TV-Kommentatoren arbeiten. Sein Ziel ist die EM 2008, spätestens danach wird sein Platz frei. Und für das Tor gilt schon jetzt, was für fast alle Positionen in der Nationalmannschaft gilt: Die Konkurrenz ist groß, größer als sie vor allem Hildebrand lieb sein kann.
Jahrelang galt er als legitimer Erbe Kahns und Lehmanns. Mittlerweile ist er nur noch ein Bewerber. Zwar mit ordentlichen Referenzen, aber ohne Jobgarantie. „Wir haben das Glück, in Deutschland viele gute Torhüter zu haben“, sagt Löw. Einer von ihnen heißt Enke, auch wenn der bei der Nationalmannschaft wie ein Anachronismus wirkt. Mit 29 Jahren feiert er morgen sein Länderspiel-Debüt. Und das in einer Partie, die Löw zum Test der Talente ausruft.
„Ich bin ja immerhin noch keine 30. Außerdem hat Andreas ja auch erst mit 29 sein Debüt gegeben“, sagt Enke und meint damit Köpke, der ohnehin der Ansicht, dass „ein Torhüter in dem Alter noch acht bis zehn Jahre spielen kann“. Lehmann zeigt, dass es geht.
Entscheidend ist für den Trainerstab einzig die Leistung. Seit der WM werden die Torhüter der Bundesliga akribisch beobachtet. Köpke hat eine Datei angelegt, in der die wichtigsten Leistungsmerkmale wie Abwehrorganisation, Strafraumbeherrschung, Reaktionsfähigkeit, Spieleröffnung oder Ballbeherrschung gelistet werden. Enke hat überdurchschnittlich gute Werte. Dazu schätzt der Trainerstab das Wesen des Spielers.

Enke hat schon viele Rückschläge weggesteckt


Die Erfahrungen und sportlichen Rückschläge auf seinen Stationen beim FC Barcelona, bei Benfica Lissabon oder Fenerbahce Istanbul haben Enke Gelassenheit gegeben. Dazu hat er gelernt, sich selbst und seinen Sport richtig einzuordnen. Im Vorjahr starb seine Tochter Lara an einem Herzfehler. Zwei Wochen später wurde er für das Spiel gegen Georgien berufen. Es war ein kurzer Aufenthalt im Trainingsquartier, seine Frau brauchte seinen Rückhalt damals mehr als die Mannschaft. „Wir haben ihn lange beobachtet. Er hat kontinuierlich gut gehalten. Wir müssen uns nicht rechtfertigen, ihn nominiert zu haben“, sagt Löw an die Adresse derjenigen, die ebenfalls Ambitionen haben.
Einer von denen ist der Bremer Tim Wiese, der sich für seine ungeduldige Forderung („Ich würde mir wünschen, mein Können in der Nationalmannschaft zeigen zu können“) bei Löw gerade ein bisschen unbeliebt gemacht hat. Ein anderer ist Raphael Schäfer, der kommende Saison den Platz von Hildebrand beim VfB Stuttgart einnehmen wird. „Ich wäre doch blöd, wenn ich nicht alles versuchen würde, zur EM zu kommen“, sagt der Nürnberger.

Daneben haben sich in den vergangenen Monaten neue Talente etabliert. In Leverkusen hat Rene Adler (22) den erfahrenen Hans-Jörg Butt (32) verdrängt. Auf Schalke spricht angesichts der Paraden von Manuel Neuer, der heute 21 wird, niemand mehr von Frank Rost (33). „Die Voraussetzungen sind bei Adler wie bei Neuer absolut gut. Aber sie müssen sich noch über einen längeren Zeitraum beweisen“, sagt Löw.

Die Chance sich zu beweisen hat am Mittwoch Robert Enke, den noch mehr mit dem Torwarttrainer verbindet als das Debütalter. Auch Köpke bestritt sein erstes Länderspiel gegen Dänemark – „und später ist er Europameister geworden“, sagt Enke.

Quelle: www.welt-online.de

Welt online.de 17.03.07

Bild: dpaEs wäre gut, wenn die Bayern es nicht schaffen

Möchte als Pokalsieger ins Ausland wechseln: VfB-Torhüter Timo Hildebrand - „Es wäre gut, wenn die Bayern es nicht schaffen" - In Gelsenkirchen fällt am Samstag eine Vorentscheidung über die Meisterschaft. Bundesliga-Spitzenreiter Schalke 04 trifft auf den Dritten VfB Stuttgart (15.30 Uhr, WELT ONLINE-Liveticker). Dessen Torwart Timo Hildebrand (27) will sich mit einem Titel verabschieden.

WELT ONLINE: Herr Hildebrand, wie richtungweisend wird das Spiel auf Schalke?

Timo Hildebrand: Ich glaube nicht, dass wir am Ergebnis den Verlauf der restlichen Saison festmachen können. Auch wenn es natürlich eine wichtige Partie ist. Gerade für die Schalker. Die wollen unbedingt Meister werden und haben die vergangenen zwei Heimspiele verloren. Wir sind hingegen die große Überraschungsmannschaft der Saison und bleiben dies auch, falls wir nicht gewinnen.

WELT ONLINE: Für dieses Szenario spricht die Verletzung von Mario Gomez, der acht Wochen ausfällt. Hat Sie dessen enormer Sprung überrascht?

Hildebrand: Schon. Wir wussten zwar immer, dass er sehr talentiert ist. Anfangs war er aber etwas phlegmatisch. Das hat er jetzt abgelegt und sich toll entwickelt.

WELT ONLINE: Sie gehören zur ersten Generation der jungen Wilden. Gomez ist nun Anführer ihrer Nachfolger. Können Ihnen die Jungen das Wasser reichen?

Hildebrand: Der VfB ist heute ähnlich stark wie damals unter Felix Magath. Die Typen sind aber andere. Wir sollten diesen Vergleich ohnehin nicht überstrapazieren. Außerdem bin ich ja noch kein Großvater, der über das Verhalten anderen Generationen philosophiert.

WELT ONLINE: Dann philosophieren Sie doch über die nächsten Wochen. Welchen Titel holt der VfB – Meisterschaft oder DFB-Pokal?

Hildebrand: Der DFB-Pokal ist realistischer. Das sind nur noch zwei Spiele, und keine der anderen Mannschaften ist besser. Die Meisterschaft zu gewinnen, wäre eine Riesensensation. Um dies zu schaffen, dürften wir kein Spiel mehr verlieren.

WELT ONLINE: Wer ist denn Ihr Favorit?

Hildebrand: Es ist bemerkenswert, dass die Bayern wieder so nah herangerückt sind. Für die Liga wäre es aber ganz gut, wenn es die Bayern mal nicht schaffen. Wenn die schon mal ausnahmsweise eine schlechte Saison hinlegen, sollten die Gegner dies nutzen.

WELT ONLINE: Dass auch der VfB dies kann, hätte vor der Saison kaum jemand gedacht. Sie?

Hildebrand: Ich bin schon überrascht. Es ist selten, dass sich eine neu zusammengestellte Mannschaft so schnell findet und so guten Fußball bietet. Es macht Spaß, weil wir offensiv und attraktiv spielen. Zum Vorjahr ist dies ein Unterschied wie Tag und Nacht.

WELT ONLINE: Neben Trainer Veh hat Horst Heldt Anteil am Erfolg. Wie bewerten Sie seinen Sprung vom Profi zum Manager?

Hildebrand: Er ist ein wenig dick geworden. Aber ernsthaft: Er macht einen guten Job. Er findet die richtigen Worte, hat einen guten Bezug uns Spielern und versprüht Lockerheit. Solch einen Manager hatte der VfB seit Jahren nicht.

WELT ONLINE: Dennoch einigten Sie sich nicht auf einen neuen Vertrag. Was hat sich seit der Ankündigung Ihres Wechsels geändert?

Hildebrand: Ich bin seitdem noch offener geworden. Ich sage Heldt, Veh oder Mitspielern öfter, was ich denke. Erstaunlicher Weise wird so etwas nun anders aufgenommen. Früher galt ich schnell als Chefkritiker, jetzt werden Anregungen eher konstruktiv aufgefasst.

WELT ONLINE: Vor zwei Jahren standen Sie schon einmal vor dem Abschied und blieben dann doch.

Hildebrand: Damals war die Situation eine andere. Ich war noch nicht reif genug für den nächsten Schritt, habe mich unwohl gefühlt. Jetzt bin ich in meiner Persönlichkeit weiter, bin bereit für Neues und gehe mit der Situation locker um.

WELT ONLINE: Fast als würden Sie Ihren Arbeitgeber doch schon kennen.

Hildebrand: Keine Antwort.

WELT ONLINE: Dann verraten Sie, was ohne Sie aus dem VfB wird.

Hildebrand: Ich denke, dass der Klub sein Potenzial nutzt, langfristig ein Topverein zu sein. Allerdings wird es sehr anspruchsvoll, im Sommer erneut die richtige Mischung zu finden. Die vorigen Jahre haben gezeigt, wie wichtig Personalentscheidungen sind. Der VfB wurde durch Fehler in diesem Bereich immer wieder in seiner Entwicklung zurück geworfen.

Quelle:
www.welt-online.de 17.03.07

zurück
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 25.02.2007
TF-Home
Timo Hildebrand

Ein Sensibelchen auf Imagetour

Von Oliver Trust, Stuttgart


„Der-wo-es-jetzt-durchzieht” 28. Februar 2007

Es sind seine letzten Wochen in Stuttgart - im Sommer wird er die Stadt verlassen, in der er elf Jahre lang spielte. Timo Hildebrand offenbart derzeit eine ungewohnte Offenheit, die er zuvor nie zeigen konnte oder wollte. Manches wirkt aufgesetzt, fast einstudiert, anderes kommt geradezu umwerfend leicht daher.

Er lächelt oft, zeigt sich nach den Spielen des VfB meist von der entspannten Seite. So wie nach dem 0:0 am Freitag gegen Hertha BSC, als Stuttgart ohne die Routiniers Pavel Pardo, Fernando Meira und Antonio da Silva an defensiven Berlinern scheiterte. „Wir haben heute nicht verloren, das ist wichtig für die Moral im Team“, sagt Hildebrand. Vergangene Woche versenkte er vier Schüsse an der Torwand des „Aktuellen Sportstudios“ im ZDF, als wäre es ein Kinderspiel.

„Die irre Wandlung des Timo H.“

In der Mannschaft galt er als Außenseiter

Der Mann, der vor zwei Jahren aus mangelndem Zutrauen in die freie Rede wie ein eingeschüchterter Schulbub vom Zettel ablas, als er seine Vertragsverlängerung bekannt gab, scheint von einer seltsamen Last befreit. Als könne er endlich atmen, begibt sich der 27 Jahre alte Torhüter auf eine Art Imagetour in eigener Sache. Selbst im Zwist mit einer Boulevardzeitung, die ihn mit dem Beinamen „Pannebrand“ über Wochen piesackte, herrscht inzwischen Frieden. „Die irre Wandlung des Timo H.“ lautet nun die Schlagzeile. Mit einem Mal scheint aus dem Kapitel Hildebrand alle Spannung entwichen.

Der ungezwungene Umgang wird durch die Tatsache begünstigt, dass das Thema Hildebrand in Stuttgart keinen Zündstoff mehr enthält. Es interessiert nicht mal mehr, dass der Nationaltorwart in der Mannschaft nie zu den beliebtesten Kollegen gehörte, sondern als isolierte Kraft im Team der Schwaben galt. Dass er oftmals den Eindruck des Griesgrams vermittelte, der eher Spielball der Interessen seiner Berater war denn mündiger Profi, der auf der Suche nach neuen Erfahrungen ins Ausland wechselt. „Wissen Sie, wenn solche Verhandlungen laufen, denkt man leicht, hinter jedem Stein sitzt einer, der einem Böses will“, sagt er und verweist auf seine neue Rolle: „Früher habe ich intern oft kritisiert, jetzt stehe ich eher für gute Laune.“

Mitkriegen, „wie die Leute so drauf sind“

"Jetzt stehe ich eher für gute Laune"

Nun geht er, Gerüchte besagen: zum FC Valencia oder vielleicht FC Arsenal. Hildebrand zeigt seine Zufriedenheit mit dieser Entscheidung. Das kann er tun, zumal der VfB Stuttgart mit Rafael Schäfer schnell einen Nachfolger präsentierte und auf einer Erfolgswelle schwimmt. Hildebrand konnte sich so von Ängsten befreien, als „Sündenbock“ an den Pranger gestellt zu werden. Vergessen der monatelange, an den Nerven zehrende Poker, bei dem vor allem er und sein Management eine schlechte Figur abgaben. Heute ist er mit seiner Welt im Reinen, zumindest scheint es so. „Ich freue mich, dass ich so locker sein kann“, sagt er.

Das spiegelt sich auf seiner Internet-Homepage wider, die ein Medienberater in seinem Auftrage speist. „Euer Timo“, steht dort, stürzt sich mit „Quatschbrille“ und „Perücke“ inkognito ins Mainzer Faschingstreiben und taucht am nächsten Tag im Rahmen eines Familienbesuches als Zuschauer des Umzuges in Bürstadt in Begleitung seiner kleinen Cousinen auf. Eine ungewohnte Beichte, die am Ende doch klingt, als lerne da jemand eine unbekannte Welt kennen. Es habe was, „mitzukriegen, wie die Leute so drauf sind, wie sie feiern können und ihren Alltag mal hinter sich lassen - wenn auch nur für ein paar Stunden“.

Der-wo-es-jetzt-durchzieht“

"Das wird sehr emotional werden"

Auf seiner Homepage wird vor allem die Erleichterung eines Sportlers transportiert, der noch Anfang Januar die örtliche Presse zu einem Treffen bat und verzweifelt versuchte, um Verständnis für seinen Zickzackkurs zu werben. Nun bedankt er sich beim VfB-Anhang für die Unterstützung, die keinesfalls selbstverständlich sei. Wie weggeblasen der latent vorwurfsvolle Ton, als er seine Verlautbarungen noch mit „Der-wo-es-jetzt-durchzieht“ unterzeichnete und sich ungerecht behandelt fühlte.

Hildebrand hatte dem VfB die Initiative überlassen und den Eindruck erweckt, den Klub letztendlich an der Nase herumzuführen. Er schlug ein Angebot über vier Jahre mit 2,2 Millionen Euro jährlich aus. Seine Berater tauchten zum vereinbarten Termin Mitte Dezember 2006 ohne Angabe von Gründen gar nicht erst auf. Daraufhin brach VfB-Manager Horst Heldt die Verhandlungen ab. Am Ende teilte der Keeper mit, er habe nie etwas anderes als einen Auslandswechsel erwogen. Die deutsche Nummer zwei hatte das Misstrauen in Stuttgart zusätzlich mit großen Formschwankungen nach der Weltmeisterschaft befeuert. Nach der WM habe er Probleme gehabt, doch konnte er darüber nicht „offen und ehrlich“ sprechen. Zu viel Missgunst vermutete er um sich herum. Was er zuvor als böswillige Kampagne gegen ihn abtat, sieht Hildebrand heute gelassener. Er wisse, „dass ein, zwei Länderspiele für mich beschissen gelaufen sind“.

„Ganz geräuschlos geht es nie“

Sein Nachfolger steht vor ihm: Raphael Schäfer

Obwohl er sich über sein künftiges Ziel ausschweigt, scheint er es genau zu kennen. Und mehr. Hildebrand fand wie auf Knopfdruck zurück zu einer tadellosen Leistung. Plötzlich stellen auch „Unhaltbare“ kein unlösbares Problem mehr dar. Sehnsüchte, sich in Stuttgart mit einem Titel verabschieden zu wollen, klingen realistisch. Nicht mehr wie Beiwerk einer faden Rechtfertigung. Inzwischen nehmen ihm die meisten sogar ab, dass er bewusst geht, weil er Neues kennen lernen will. Sie meinen es gut mit ihm, auch wenn er nicht als Stuttgarter Sympathieträger durchgeht.

„Ganz geräuschlos geht es nie. Aber die Leute haben ein feines Gespür dafür, dass ich nie Disharmonie in den Verein gebracht habe. Und ich war ewig hier.“ Was bleibt, ist das Warten auf die Nachricht, welchem Klub er sich anschließt. Dann scheint der Boden bereitet für einen Abschied, der „am Saisonende sicher etwas komisch sein wird. Das wird sehr emotional werden, ich bin ein sensibler Mensch“, sagt Hildebrand, der in jedem Fall ein Abschiedsfest plane. In dem Moment kann man erahnen, es werden Tränen fließen, zumindest bei ihm.

„Die Leute haben ein feines Gespür dafür, dass ich nie Disharmonie in den Verein gebracht habe“ (Hildebrand über Hildebrand)

Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 25.02.2007, Nr. 8 / Seite 18

zurück

 
 
© by Regina Strauß